Der Landesinnungsverband HOLZBAU DEUTSCHLAND - Verband Hes­si­scher Zimmermeister und das Bundesbildungszentrum des Zim­merer- und Ausbaugewerbes in Kassel hatten Architekten, Bauingenieure und Zimmererkollegen zum 18. Kasseler Holzbaukon­gress on tour nach Kronberg im Taunus eingeladen. Die Veranstaltung findet seit 2004 immer in Verbindung mit dem Verbandstag von HOLZBAU DEUTSCH­LAND - Ver­band Hessischer Zimmermeister statt. Sie soll allen am Holz­bau Interes­sierten zum Wissens-Update dienen, aber auch einen Aus­tausch zwi­schen Planern und Ausführenden anstoßen.

Dipl.-Ing. Erik Preuß ist Geschäftsleiter des Holzbauzentrums Nord in Kiel und seit 2016 im AK Technik von Holzbau Deutschland - Bund Deutscher Zimmermeister. Um den Holzbau als zukunftsweisende, wirtschaftliche und nachhaltige Bauweise im Bauwesen weiter fest zu verankern, ist die Einhaltung von Qualitätsstandards bei einer fach­ge­rechten Planung und Umsetzung von Holzbaukonstruktionen uner­läss­lich. In seinem Vortrag bot er einen Einblick in diese Standards und deren Umsetzung in der Praxis.

Dipl.-Ing. Ralf Diebold vom Forschungslaboratorium Holz an der TU München beschäftigt sich seit mehr als 25 Jahren mit der Holz­baufor­schung. Er referierte über die besonderen Anforderungen an statisch beanspruchte Vollholzprodukte und kann dabei auch auf seine Expertise aus Überwachungs- und Zertifizierungsstellen für Holzprodukte zurück­greifen.

Prof. Dr.-Ing. Marco Einhaus ist Leiter des Sachgebiets Hochbau bei der Berufsgenossenschaft der Bauwirtschaft. Seit 2016 setzt er sich beim Runden Tisch der Zimmererverbände mit der BG BAU dafür ein, dass das Zimmererhandwerk seine Unfallrisiken senken kann. Insbesondere die Vermeidung von Absturzunfällen liegt ihm am Herzen, weil diese großes Leid mit sich bringen und hohe Kosten verursachen.

Dr. Burkhard Siebert, Hauptgeschäftsführer des Bauindustrieverbandes Hessen-Thüringen e. V., gab als Rechtsanwalt und Experte für Baurecht in seinem Beitrag eine Einführung in die neuesten Entwicklungen in der Rechtsprechung zum Bauvertragsrecht und ging auf aktuelle Themen aus der Baurechtspraxis ein.

Dipl.-Ing. Tanja Hauptstock hat als Baumediatorin Erfahrungen damit, Streitigkeiten während eines Bauprojekts zu schlichten und kostspielige Verzögerungen oder gar Gerichtsprozesse zu verhindern. Sie setzte mit Ihrem Vortrag beim effizienten Kundengespräch an und gab Im­pul­se, um Konflikte bereits zu beheben bevor sie entstehen – getreu dem Motto „Erst zuhören, dann reden.“.