Seminar: Trainerworkshop Absturzprävention

Während des Workshops wurde fleißig vom Geschäftsführer von Holzbau Deutschland - Bund Deutscher Zimmermeister Rainer Kabelitz-Ciré gefilmt. Daraus entstand ein YouTube-Video.

Angeregt und mit konzipiert wurde das Seminar u. a. vom Leiter des Sachgebiets Hochbau der BG BAU Prof. Dr.-Ing. Marco Einhaus.

Hier zeigt unser Ausbilder Marco Seumer zusammen mit Kursteilnehmer Robert Wachter wie beim PERI UP-Gerüst der Seitenschutz der nächsten Etage schon sicher von unten montiert werden kann.

Mit dem Klaas-Anhängerkran konnte die Personensicherung am Kran live gezeigt werden.

Qualifikation von Ausbildern für neues Lehrgangskonzept

Vom 8. - 10. Juli 2020 fand endlich der Corona-bedingt schon einmal abgesagte Trainerworkshop zum Thema "Absturzsicherheit" am Bundesbildungszentrum statt. Referenten waren Experten der BG BAU. Organisiert und getragen wurde die Veranstaltung von HOLZBAU DEUTSCHLAND - Bund Deutscher Zimmermeister.

Neben unseren Ausbildern Marco Seumer und Elmar Mette nahmen noch fünf Ausbilder aus Schleswig-Holstein und Bayern teil. Viele weitere Ausbilder hätten gerne teilgenommen, mussten aber in ihren Bildungseinrichtungen Lehrstoff vom Lockdown nachholen und wurden deshalb nicht freigestellt. An drei Tagen wurde den Teilnehmern alles Wichtige zu den Themen Leitern, Gerüste, Schutznetze und Persönliche Schutzausrüstung gegen Absturz (PSAgA) vermittelt. Damit wurden sie qualifiziert, selbst zweitägige Kurse mit Unterstützung der BG BAU zum Thema anbieten zu können. Diese Kurse werden die Teilnehmer grundlegend zu o. g. Themen informieren und bei erfolgreicher Teilnahme zur "Befähigten Person zur Prüfung von Leitern, Tritten und Fahrgerüsten" qualifizieren.

Der nächste Trainerworkshop soll im BFW Südbaden in Bühl stattfinden. Sobald der Termin feststeht, wird HOLZBAU DEUTSCHLAND die Bildungseinrichtungen für Zimmerer zur Teilnahme einladen. Wir hoffen, dass viele Ausbilder dafür freigestellt werden können, damit das wichtige Thema breit in Ausbildung, Meisterkurse, Mitarbeiter- und Unternehmerschulungen getragen werden kann.

Es muss allen Zimmerleuten klar sein, dass ein "Weiter-wie-bisher" keinen einzigen Absturzunfall verhindern kann. Auch wenn ein Betrieb Jahrzehnte unfallfrei gearbeitet hat: Je länger sich Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ungesichert an Absturzkanten aufhalten, desto größer wird die Wahrscheinlichkeit, dass irgendwann etwas passiert. Tausend Mal mag ein riskantes Verhalten folgenlos geblieben sein, aber beim tausendundersten Mal kann etwas Unvorhergesehenes dazu kommen: Eine Unachtsamkeit, ein Windstoß, Matsch am Schuh - und es kommt zum Absturz. Wir müssen in den Firmen zu einer Sicherheitskultur kommen. Es muss eine Selbstverständlichkeit sein, sich zu sichern. Auch dann kann es zum Absturz kommen - aber die Folgen sind nicht so gravierend!

Derjenige, der eine gefährliche Arbeit ohne jede Sicherung ausführt, ist kein Held - er ist dumm. Ihm ist nicht bewusst, welche Folgen sein Verhalten nach sich ziehen kann: für ihn, für die Menschen, die ihm nahe stehen - aber auch für den Betrieb: Die Baustelle steht still. Ein wichtiger Mitarbeiter fällt wochenlang aus. Bei grober Fahrlässigkeit muss mit Regressforderungen und Strafen gerechnet werden. Alle Zimmererbetriebe kommen für die Folgen des Leichtsinns eines Einzelnen auf: Für Krankenhaus- und Rehabilitationskosten, für Renten.

Zimmerleute sind cool! Aber nicht, wenn sie auf der Firstpfette balancieren, sondern wenn sie sicher arbeiten. Sie haben schließlich auch Köpfchen!

Liebe Ausbilderkolleginnen und -kollegen helft bitte mit, das in die Köpfe der jungen Leute zu bringen!
 

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