Veränderungen standen im Vordergrund des 2009er Kasseler Holzbau-kongresses. In den letzten Jahren hat sich diese Veranstaltung des BUNDESBILDUNGSZENTRUMS zu einem wichtigen Forum des Holzbaus entwickelt.

Den Einstieg bildeten zwei Technikthemen: Wolfgang Bürkner zeigte anhand praktischer Beispiele die Vorteile neues­ter Schraubentechnologie. Selbstbohrende Schrauben sind heute nicht mehr aus der täglichen Praxis des Holzbaus weg­zudenken. Das Thema Toleranzen steht immer wieder im Focus der technischen Beratung der Verbände. Die­ter Kuhlenkamp stellte aus diesem Grund die neue DIN „Toleranzen im Holzbau“ vor und zeigte ihre wichtigsten Auswirkungen auf den Holzbau.

Auf Wunsch der Teilnehmer des Holzbaukongresses 2008 konnte nochmals Borimir Radovic als Referent gewonnen werden. Er schloss mit seinen Ausführungen nahtlos an seinen Vorjahresvortrag an und erläuterte ausführlich die zu erwarten­den Änderungen in der Holzschutznormung.

Bauphysikalische Probleme der Luftdichtheit und des Feuchteschutzes stellen erhöhte Anforderungen an Planende und Ausführende. Der bundesweit auch als Referent bekannte Sachverständige für Bauphysik, Robert Borsch-Laaks, ging daher in seinen beiden Vorträgen ausführlich auf diese The­men­­felder ein.

Den Abschluss des Holzbaukongresses bildete ein Thema, dem sich alle am Bau Beteiligten immer wieder stellen müssen: „Was muss ich beim richtigen Umgang mit Mängelrügen beachten?“ Rechtsanwalt Wolfgang Rathgen ist ein über­regi­o­nal angesehener Referent in Baurechtthemen, da er sein seit Jahrzehnten erworbenes Wissen praxisnah und engagiert den Zuhörern vermittelt.