Erster Maschinenführerkurs (EKP) auf der Hundegger K2i

Anfang Februar 2019 wurde nach längerer, umbaubedingter Pause wieder ein Kurs Maschinenführer und der Kombikurs Abbundtechnik durchgeführt. Nach dem intensiven Kennenlernen des EKP (Einzelstabkonstruktionsprogramm) konnten die sieben Teilnehmer die ersten Bauteile auf der neuen Maschine fertigen. Am zweiten und am dritten Tag standen Werkzeugwechsel und das Einstellen der einzelnen Maschinenaggregate im Mittelpunkt. Außerdem wurden von Abbundprogrammen übergebene Bauvorhaben für eine schnelle Fertigung und eine sinnvolle Paketierung optimiert. Es ging nicht nur darum, ob die Maschine eine Bearbeitung ausführen kann, sondern auch wie sie die Bearbeitung ausführt. Durch geschickte Eingriffe kann nämlich eine "abhebende Bearbeitung" mit geringerer Oberflächenqualität in eine "ziehende Bearbeitung" mit optimaler Oberfläche umgewandelt werden.

Am letzten Tag ist es üblich, dass die Teilnehmer eigene Ideen umsetzen dürfen. Da unter den Teilnehmern, die den Kombikurs gebucht hatten, drei Mitarbeiter der FH Aachen waren, wurde es besonders interessant. Professor Dr.-Ing. Thomas Uibel untersucht mit seinen Mitarbeitern Dipl.-Ing. Simon Kießling und M.Eng. Christian Bedbur zurzeit spezielle Längsstöße. Gemeinsam wurde überlegt, wie diese Holz-in-Holz-Verbindungen effizient auf der K2i gefertigt werden könnten. Rechts sind die Ergebnisse dieser Überlegungen zu sehen. Bei der zweiten Variante wurde die spitzwinklige Ausklinkung durch eine Bohrung ersetzt. Damit ist diese Ausführung einerseits besser auf der Abbundmaschine zu fertigen, andererseits wurde die Kerbwirkung an dieser Stelle minimiert.

Damit der Spaß nicht zu kurz kommt, wurden auch einige Becher und sogar ein kleiner Pokal gefräst.

Am Ende wurde als "highlight" ein verdecktes Hakeneckblatt konstruiert, das ohne manuelle Nachbearbeitung zusammensteckbar war.

 

Optimierter Längsstoß
Gespiegelte Bearbeitungen
Jedem sein Pokal!
Verdecktes Eckblatt